Musikverein Rosswangen e.V.

man hört uns immer wieder gern

1997: Öffentliche Weihnachtsfeier

Die öffentliche Weihnachtsfeier am zweiten Weihnachtsfeiertag war auch im abgelaufenen Jahr 1997 wieder ein glanzvoller Schlusspunkt unserer alljährlichen Vereinsveranstaltungen. Viel zu klein war dabei wieder einmal der Saal im Gemeindehaus. Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung um 19 Uhr war kein freier Stuhl mehr im Raum zu finden. Für die meisten Aktiven hieß es daher sich mit einem Stehplatz zu begnügen. Für einige sogar im Foyer draußen.

Unser Vorstand Siegfried Schäfer war bemüht, allen Ehrengästen und Ehrenmitgliedern einen Sitzplatz anbieten zu können. Bei seiner Begrüßung konnte er dann neben vielen Besuchern aus Rosswangen und auch der Umgebung den Ehrenvorstand Franz Effinger mit Frau, unseren Ehrendirigenten Ottmar Butz mit Frau, viele Ehrenmitglieder mit Partner und auch den Direktor der Volksbank im Raum Balingen, Günter Zanger mit Frau begrüßen. Herr Zanger war gerne der Einladung gefolgt und freute sich darauf, ein buntes Programm erleben zu dürfen und als Höhepunkt, wie er selber sagte eine tolles Blasmusikorchester zu hören. Er selbst hatte mit einer großzügigen Geldspende für Notenmaterial den besten Grundstock hierzu gelegt.

Unter der Leitung von Daniel Grespan eröffnete die Jugendkapelle das Programm. Mit dem Weihnachtslied "Stille Nacht" forderten die Jugendlichen alle Besucher zum Mitsingen auf. Dann präsentierten die Zöglinge mit den Kompositionen "Queen in Concert" und "Winnetou-Melodien" sehr anspruchsvolle Literatur und erhielten dafür sehr viel Beifall. Die Jugendkapelle zeigte sich wieder in bester Besetzung, mit dabei auch Hermann Butz (Tuba), Rainer Schweizer (Tenorhorn) und Ingolf Kraft (Pauken). Jungmusiker Gerd Hahn führte informativ und humorvoll durch das Programm der Jugendkapelle und Jugendgruppen.

Beim Spiel in kleinen Gruppen stellten sich einige Zöglinge vor, die derzeit noch in Ausbildung sind. Die ersten Beiträge kamen dazu von Jessica Kraft, Nina Weinmann und Priska Zahner mit ihren Klarinetten. Mit den Querflöten zeigten Sandra Grunwald, Theresa Hahn und Daniela Naujoks was sie bereits erlernt haben. Die beiden Trompeter Steffen Grathwol und Stefan Hahn spielten im Duett. Anja Seeburger zeigte was sie auf der Oboe im letzten Jahr erlernte zusammen mit ihrem Lehrer Herrn Öhmke, der sie mit dem Fagott begleitete. Hierzu sei zu sagen, dass die Oboe im vergangenen Jahr angeschafft wurde und schon bald auch das Klangspektrum des Aktivenorchesters ergänzen soll. Was Anja Seeburger bei der Weihnachtsfeier zu Gehör brachte, lässt darauf schließen, dass sie in wenigen Monaten schon so weit sein dürfte, um bei den Aktiven mitwirken zu können. Ob dann eine der nächsten Investitionen für das Orchester ein Fagott sein wird, dürfte nicht nur der Wunsch unseres Dirigenten sein.

Ein Flötenduett mit einem Titel aus der "Zauberflöte" von W. A. Mozart spielte Sabine Butz zusammen mit ihrer Ausbilderin Jutta Butz. Als "derzeit älteste Jungmusikerin" in Ausbildung hatte auch Marion Kraft mit ihrem Es-Alt-Saxophon einen Auftritt. Sie spielte zusammen mit ihrem Ausbilder Daniel Grespan und Carolin Klaiber.

Nach soviel Solisten spielte die Jugendkapelle gemeinsam eine fetzige Bearbeitung aus der "Drei Groschen Oper" mit dem Titel "Mack the Knife". Der Marsch Roulette war als letzter Titel im Programm aufgeführt, doch die geforderte Zugabe wurde gerne noch gewährt.

Die Theatergruppe hatte dann im zweiten Programmteil des Abends die Besucher mit ihrem Lachen schnell auf deren Seite. Mit dem Lustspiel "Mein emanzipierter Mann" sorgten die Fünf Akteure eine Stunde lang für beste Unterhaltung. Als unterjochte Ehemänner planten Bruno Kraft und Franz Kraft den Aufstand zur Emanzipation des Mannes. Als deren Ehefrauen spielten Marina Schwienbacher und Hildegard Naujoks. Yvonne Hahn gab als Tochter den Ehemännern dazu einige gute Tipps. Johanna Mattes hatte als Souffleuse an diesem Abend fast nichts zu tun. Mit reichlich Szenenbeifall und einem langanhaltenden Schlussapplaus wurden die Akteure belohnt. Ein gelungener Einstand für Hildegard Naujoks und Franz Kraft, die erstmals in der Theatergruppe mitgewirkt haben.

Die Weihnachtsfeier bildete einen würdigen Rahmen für die Verleihung zahlreicher Ehrungen an treue Vereinsmitglieder. Lambert Schäfer wurde nach 40 Jahren Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Der Vorsitzende Siegfried Schäfer überreichte ihm die Ehrenurkunde und damit verbunden auch gleich die Einladung zum alljährlich stattfindenden Ehrenmitgliedertreffen des Vereins. Für die derzeit 53 Ehrenmitglieder und ihre Partner wird dabei wieder ein buntes Programm geboten sein. Für 50 Jahre erhielten gleich 11 Ehrenmitglieder den Vereinsehrenbrief. Der 1. Vorsitzende würdigte die Leistungen dieser Männer, die vor 50 Jahren in den Verein als aktive Musiker eingetreten waren und seither am stetigen Fortbestehen mitgewirkt haben. Im besonderen bedankte er sich bei Ehrendirigent Ottmar Butz, der über 30 Jahre lang als Dirigent und Ausbilder musikalischer Wegbereiter des Erfolges war.

Unter der Leitung von Dirigent Jürgen Gruhler präsentierte im dritten Programmteil des Abends das Große Blasorchester ein kleines Weihnachtskonzert. Der Hymnus auf den Frieden in der Welt stand dabei als gelungener Auftakt. Zum Fest der Liebe passend wählte Gruhler die Komposition "The Glory of Love" aus. Ein absoluter Höhepunkt des Konzertes bildeten die Melodien aus Andrew Lloyd Webbers Musical "Evita". Mit der Filmmusik zum bekannten Western "Die glorreichen Sieben" und "Des Großen Kurfürsten Reitermarsch" standen weitere klangvolle Kompositionen auf dem Programm. Nicht ohne Zugaben durfte das Orchester von der Bühne, die mit Shostakovitchs "Second Waltz" und dem "Kaiserjäger Marsch" von den fast 60 Aktiven auch gerne gewährt wurden.

Am Ende des Programms angelangt bedankte sich der 1. Vorsitzende Siegfried Schäfer besonders beim Dirigent Jürgen Gruhler und dessen Stellvertreter Jürgen Butz für die erfolgreich, geleistete Arbeit im abgelaufenen Jahr. Ein Geschenk überreichte er auch an Hans-Jürgen Hahn und bedankte sich damit für sein engagiertes Wirken, meist im Hintergrund. Besonders mit der Vereinszeitung leistet er einen wertvollen Beitrag, der sich auch finanziell in der Vereinskasse niederschlägt. Siegfried Schäfer hatte auch einige Blumensträuße überreicht, einen davon erhielt auch Frau Zanger. Herr Günter Zanger nutzte die Gelegenheit und bedankte sich am Mikrophon bei allen für die Einladung. Seine lobenden Worte für den Musikverein Rosswangen wurden sehr gerne aufgenommen.

Die Gewinner der Tombola nutzten dann die Zeit, um ihre Preise abzuholen und im Saal wurde noch bis spät in den nächsten Morgen hinein gefeiert. 


Ehrungen im Rahmen der öffentlichen Weihnachtsfeier

Die Weihnachtsfeier des Musikverein Rosswangen bildete einen würdigen Rahmen für die Verleihung zahlreicher Ehrungen an treue Vereinsmitglieder. Lambert Schäfer wurde nach 40 Jahren Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Der Vorsitzende Siegfried Schäfer überreichte ihm die Ehrenurkunde und damit verbunden auch gleich die Einladung zum alljährlichen Ehrenmitgliedertreffen des Vereins, das am 18. Januar stattfindet. Für die derzeit 53 Ehrenmitglieder und ihre Partner wird dabei wieder ein buntes Programm geboten sein.

Für 50 Jahre Mitgliedschaft erhielten gleich 11 Ehrenmitglieder den Vereinsehrenbrief. Siegfried Schäfer konnte dabei Heinz Benninghoff, Ottmar Butz, Anton Klaiber, Bartholomäus Kraft, Eberhard Kraft, Franz Kraft, Norbert Mattes, Josef Schell, Eugen Seemann, Alois Weinmann und Fidel Weinmann auszeichnen. Der 1. Vorsitzende würdigte die Leistungen dieser Männer, die vor 50 Jahren in den Verein als aktive Musiker eingetreten waren und seither am stetigen Fortbestehen mitgewirkt haben.

Im besonderen bedankte er sich bei Ehrendirigent Ottmar Butz, der über 30 Jahre lang als Dirigent und Ausbilder der musikalische Wegbereiter des Erfolges war. Heinz Benninghoff hatte sich aus seiner Heimat in Weiler im Allgäu entschuldigt, er war lange Jahre im Vereinsausschuss und auch als Vorsitzender des Vereins tätig. Eugen Seemann verwaltete viele Jahre die Finanzen des Vereins und Franz Kraft hatte vielen Jugendlichen sein Wissen als Jugendausbilder und Jugendleiter weitergegeben.