Musikverein Rosswangen e.V.

man hört uns immer wieder gern

1998: Verstärkter Einsatz über die Fasnet

Viermal war die "Lompakapell" des Musikvereins Rosswangen aktiver Begleiter der Graddahocker.

Einige Graddahocker

Am Fasnetssamstag waren über 20 Musiker zusammen mit den Graddahocker beim Fasnetsumzug in Geislingen mit dabei und zeigten den Zuschauern, was richtige Lompakapellamusik ist. Die Graddahocker "seiften" die an den Straßen stehenden mit ihrem Stroh ein. Die Anzahl der Musiker war noch nie so hoch, wie dieses Jahr. Besonders hoch war der Anteil von Jungmusikanten, die mit vollem Einsatz dabei waren, und denen es sichtlich Spaß gemacht hat. Obwohl manche von ihnen noch gar nicht lange ein Instrument spielen, waren sie bereits vollwertige Lompakapeller. Es war toll, mit welchem Eifer sie bei der Sache waren und in welch kurzer Zeit sie die von Gerd Hahn und Michael Butz auf Papier gebrachten Noten der aktuellen Fasnetshits spielen konnten. Schönes Wetter leistete den guten musikalischen Leistungen noch Vorschub.

Am Sonntag, den 22. Februar ging's zum nächsten Termin. Nach einem guten und ausgiebigen Narrenfrühstück im Laby ging es mit dem gecharterten Bus zum ersten Mal nach Rottenburg zum "Rumzug". Ein Narrenumzug, bei dem sich alle teilnehmenden Gruppen in einem Kreisel in der Innenstadt von Rottenburg aufstellten, und zwar so, dass die letzte Gruppe an die erste anschloss. Der Umzug war erst dann zu Ende, als wir wieder an unserem Startplatz angekommen waren. 30.000 Zuschauer standen an den Straßen und beobachteten das bunte Treiben. Auch bei diesem Umzug hinterließen wir wiederum einen beachtlichen Eindruck. Matze Butz und Mikel Händel organisierten die ganze Sache bestens. Musikalisch waren wir auch an diesem Tage gut drauf, obwohl der Rumzug zweieinhalb Stunden dauerte und doch hie und da der Ansatz litt. Es war für uns alle ein tolles Erlebnis, denn die ganze Innenstadt war ein Tollhaus, obwohl das Wetter an diesem Tage sich nicht von seiner besten Seite zeigte. Das konnte uns aber wenig anhaben, denn wir freuten uns schon am Nachmittag auf den Tagesabschluss in der neu eingerichteten Zunftstube im Hause von Josef Butz.

Am Montag ging's dann wieder in eine andere Region, Trochtelfingen auf der Alb war unser Fasnetsziel. Sammelpunkt war wieder die Zunftstube. Nach den ersten Zäpfle ging's mit dem Bus Richtung Trochtelfingen. In Burladingen fielen wir aus dem Bus über Walter Kraft und seine Familie im neuen Haus her, und suchten in allen Schränken, im Keller und auf der Herdplatte nach Genießbarem. Keine Angst, unsere Bemühungen waren von Erfolg gekrönt, und bereitwillig gab sich uns die gesamte Familie Kraft geschlagen. Von der guten Rindfleischsuppe blieb ein leerer Topf übrig, der Kühlschrank war geplündert und sämtliche Bier- und Schnapsflaschen geleert.

Im Feuerwehrhaus in Trochtelfingen angekommen, konnten wir uns schließlich vollends satt essen und den vorläufig restlichen Durst stillen. Wir klinkten uns zu gegebener Zeit in den riesigen Umzug mit über 70 verschiedenen Gruppen ein und hatten wiederum einen tierischen Spaß. Trochtelfingen hat Straßenfasnet, wie sie im Buche steht. In allen Lokalen war der Teufel los, und wir trugen unseren Teil dazu bei. Im malerischen Kern spielten wir stundenlang durch die Straßen und Wirtschaften und leider war die Rückfahrt viel zu früh angesetzt, denn auch in den Türmen war der Bär los und die Hexen am tanzen. Dieser Tag war für uns alle der schönste, denn wir fühlten uns in unserer Lompakapellen-Rolle sauwohl. Eine Fasnet, wie wir sie so noch nie erlebt haben. Auch an diesem Fasnetsmontag waren wir musikalisch voll auf Drive und mehr als einen Takt brauchte kein einzelner Musiker zu spielen, bis alle wieder musikalisch mit einstimmten.

Den Abschluss der diesjährigen Fasnet machten wir natürlich wieder traditionell und heimatverbunden in unserem schönen Rosswangen bei der Kneisleschiaßers Fasnet. Beim Umzug und dem anschließenden Spiel durch die Gassen und die wenigen Rosswanger Wirtschaften hatten wir auch am Fasnetsdienstag unseren Spaß.

Eines soll zum Abschluss noch erwähnt werden: Herzlichen Dank an alle Graddahocker und Musiker, besonders an die Jungmusiker. Macht weiter so! Ihr konntet erleben, dass Musik auch an den Fasnetstagen viel Spaß machen kann und vor allem musikalisch viel gelernt wird, ggf. auch ohne Noten zu spielen. Für's musikalische Gehör ist eine Fasnet allemal gut. Auf die Fasnet ein dreifachkräftiges: Gradda-Hocker, Kneisle-Schiaß, Lompa-Kapell.