Musikverein Rosswangen e.V.

man hört uns immer wieder gern

Musikverein und Projektchor bieten grandioses Konzert

Mit über 800 Besuchern war die Stadthalle Balingen zum Konzert des Musikverein Roßwangen am Samstagabend voll besetzt. Ein überwältigendes Bild bot sich den Zuhörerinnen und Zuhörer als das Höchststufenorchester auf der Bühne Platz genommen hatte und sich dann die Sängerinnen und Sänger des Projektchores hinter dem Orchester aufstellten. Der musikalische Leiter des Musikvereins Rosswangen Johannes Nikol hatte für dieses Konzert die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors Deilingen und des Männergesangsvereins Nusplingen sowie weitere begeisterte Sängerinnen und Sänger aus der Umgebung zu einem Chor vereint. Yvonne Hahn, die 1. Vorsitzende des Musikvereins, hatte bei der Begrüßung einen unvergesslichen Abend versprochen, den die Konzertbesucher dann bei zwei Zugaben auch mit stehenden Ovationen begeistert feierten.

Mit Musikliteratur zum Thema "Frieden und Freiheit" hatte Johannes Nikol das Konzertprogramm bestückt. Carina Hahn führte charmant und informativ durch das Programm und Linda Kraft hatte beeindruckende Bilder zusammengestellt, die zu den jeweiligen Stücken auf die Leinwand per Beamer projiziert wurden. Das Orchester präsentierte sich in Höchstform und eröffnete eindrucksvoll mit der "Alvamar Ouvertüre" von James Barnes. Mit hervorragend ausgestimmten Akkorden intonierte das Orchester dann einen Besuch im Wiener Stephans Dom, welchen Otto M. Schwarz in Noten gefasst hatte. Ebenfalls mit hervorragender Stimmung intonierte das Orchester die Geschichte der zerstörten Inka-Stadt am Berg Maccu Piccu von Satoshi Yagisawa. Besinnliche Momente des Friedens folgten mit „Irish Tune from County Derry“ in einer Bearbeitung von Percy Grainger. Als Höhepunkt des ersten Konzertteils präsentierte das Orchester die Komposition "Mantua" wieder verfasst von Otto M. Schwarz und erzählte dabei mit einer Vielfalt von Klangeffekten die Geschichte des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer.

Mit dem Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco" von Giuseppe Verdi eröffneten Chor und Orchester den zweiten Konzertteil. Bereits mit dem ersten Einsatz der Sängerinnen und Sänger zeigten sich die Konzertbesucher beeindruckt. Einen wahren Ohrwurm zauberten Chor und Orchester gemeinsam in die Balinger Stadthalle mit "Baba Yetu" von Christopher Tin. Dabei brillierte Alexander Schätzle als Gesangssolist in der Sprache Suaheli. Ebenfalls eine wunderbare Komposition für Chor und Blasorchester arrangierte Johan de Meij mit dem "Exodus Song" von Ernest Gold. Einen weiteren Höhepunkt im Konzert folgte mit der Freiheitssinfonie "Wir sind das Volk“ von Guido Rennert. Diese Komposition war zum 25. Jahrestag des Mauerfalls entstanden. 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1989 sorgte die Komposition mit Originalton und Videosequenzen in der Stadthalle für Gänsehautmomente. Eindrucksvoll intonierte das Orchester die Geschichte der Bürger unter dem DDR-Regime, welche dann in den Montagsdemonstrationen in einer friedlichen Revolution zum Fall der Mauer führte. Der Chor präsentierte hier mit gewaltiger Dynamik die wachsende Beteiligung der Bürger an den Demonstrationen. Nach einem grandiosen Solo der sieben Hörner von "Freude schöner Götterfunken" endete das Werk mit der Deutschen Nationalhymne aus 96 Kehlen begleitet vom Orchester. Danach hielt es niemanden mehr auf den Stühlen und die frenetisch geforderte Zugabe präsentierten Chor und Orchester mit "Wind of Change", der Hymne zur Perestroika von der Band Scorpions. Johannes Nikol hatte das Werk für Blasorchester arrangiert und als Gesangssolist zeigte sich nochmals Alexander Schätzle.